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Geschichte

Hier finden Sie Informationen über die Geschichte von Osterholz.


Die Geschichtliche Entwicklung

Osterholz liegt im Osten des Stadtgebietes Bremen an der Grenze zum niedersächsischen Landkreis Verden, im Norden angrenzend an den Stadtteil Obemeuland, im Süden und Westen an Hemelingens Ortsteile Arbergen, Mahndorf und Sebaldsbrück. Der Stadtteil Osterholz hat auf dem Gebiet seiner heutigen Ausdehnung eine Anzahl von dörfiichen Vorläufern. Dazu gehören die Dörfer Osterholz und Tenever, Ellen mit Hilgesltamp,Schevernoor und das Vorwerk Kämena.

Das Dorf Osterholz und einige andere Teile des Stadtteils konnten 1981 auf eine 800-jährige urkundlich belegte Geschichte zurückblicken. In Osterholz hatten um 1181 Holländer mit der Urbamachung und Besiedelung des zum Teil moorigen ständig von Hochwasser bedrohten Gebies begonnen.

Wie damals das Land in (Hufen) aufgeteilt wurde, kann man noch heute an der Parzelllierung der Felder südlich der Osterholzer Dorfstraße erkennen.

Die Struktur anderer dörflicher Vorgänger des Stadtteils Osterholz, wie etwa Schevemoor, läßt sich nur noch mit Hilfe historischer Karten ablesen. Teile des Stadtteils Osterholz sind ältere Ansiedlungen als die Holler Kolonisation: Dazu gehören das Dorf Ellen und das Vorwerk Kämena. Neuere Ausgrabungen im ebenfalls zum Hollerland gehörenden Vahrer Feld deuten sogar darauf hin, dass die Holler Kolonisation zum Teil eine Wiederbesiedelung gewesen ist, und dass auch Osterholz schon auf vorlmloniale Ansiedlungen zurückgeht.

Dies erhärten auch Fleedsteinfunde im südlichsten Tei1 von Osterholz an der Grenze und zu Mahndorf. Die Flurbezeichnungen in diesem Gebiet "Auf der Hoge" deuten ebenfalls auf ein hochliegendes frühbesiedeltes Landstück. Hier könnte eine vorkoloniale Siedlung „Das alte Dorf“ gelegen haben. (vgl. Brandt, K. H., Neue Ausgrabungen und Funde in der Freien Hansestadt Bremen 1979, in: Bremischesjahrbuch von 1980, Bd. 58, S. 258 ff., Lindemann, B. Osterholz 1181-1981, Bremen1 981, S. 24). Bis Anfang des 20. jahrhunderts erhielt sich die dörfliche Siedlungsstruktur des Ortsamtsbereiches. Erst danach erfolgte eine städtische Besiedelung entlang der Ellenerbrockstraße, Schevemoorer Landstraße und der Anfang des 19. jahrhunderts neu angelegten Osterholzer Heerstraße.

Eine planmäßige Besiedelung begann in den 30er jahren, und zwar Am Großen Kuhkamp und beidseitig der Großen Vieren. Zuvor entstanden der erste Abschnitt des Osterholzer Friedhofes und die Anlage des Krankenhauses Bremen~Ost.

Neue Erkenntnisse brachte eine Suchgrabung an der Osterholzer Heerstraße im Herbst 2000. Während sich die bisherigen Funde jeweils einer Zeitepoche zuordnen ließen, fanden Bremer Archäologen erstmals an ein und derselben Stelle zerbrochene Tongeläße aus dem 5./6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, Scherben aus dem 2. jahrhundert vor und dem 2./3. jahrhundert nach unserer Zeitrechnung. Für die Fachleute ein deutlicher Hinweis auf eine durchgehende, nicht nur periodische Besiedlung in diesem Teil der Region.

Allerdings hatten diese ersten Bewohner/innen lediglich auf den höher gelegenen trockenen und leichten Böden von Düne und Geest gelebt, die feuchten Niederungen aber gemieden.

Heute gehören zum Stadtteil Osterholz die Ortsteile

- Blockdiek
- Ellener Feld
- Ellenerbrock-Schevemoor
- Tenever
- Osterholz


Historische Ortsbezeichnungen

Holländer waren es vor über 800 Jahren, die indem nach ihnen benannten Hollerland Pflug und Spaten ansetzten, um Sumpfland in fruchtbares Ackerland zu verwandeln. Dafür belohnte sie 1181 der Erzbischof Sigfried von Bremen mit urkundlich verbrieften Rechten in „Overnigelant, Rocwinkil, Osterholt et Vurholt”.
Die Ortsbezeichnungen stammten noch aus der Zeit der holländischen Kolonisation oder aus der vorkolonialen Zeit.


Osterholz

Mit seiner Bezeichnung „Osterholz" wurde auf den ursprünglich reichen Baumbestand an Erlen, Eichen, Birken, Weiden und Buchen im Osten des Hollerlandes hingewiesen.


Ellen

Ellen bestand als Gewanndorf mit vier Vollhöfen schon vor der Dorfschaft Osterholz. Anschwemmungen der nicht ein gedeichten Weser hatten einen niedrigen Sandrücken in der sumpfigen Niederung geschaffen, auf dem am östlichen Rand „Ellen” liegt. Dieser Winkellage verdankt „Ellen” oder „Elen” - wie es ursprünglich hieß - seine Bezeichnung. Es ist das alte Wort für Ecke oder Winkel.


Tenever

An dem Winterarm der Weser, der sich östlich vom Osterholz durch die Niederung des Oyter Moores erstreckte, entstand die Ansiedelung „to-ten-över", was bedeutet „am Ufer gelegen". Dieser Uferlage also verdankt das heutige Tenever seinen Namen.


Schevemoor

Schevemoor war ursprünglich eine Allmende der hollerländischen Siedler. Später erwarben die Osterholzer Bauern entsprechend der Größe und der Lage ihrer Höfe einen Anteil an dem Schevemoorer Feld. Dem schrägen oder schiefen Verlauf dieser erworbenen und moorigen Grundstücke entspringt die plattdeutsche Bezeichnung „Schevemoor”.


Blockdiek

Blockdiek schließlich weist auch noch auf den ursprünglichen Zustand des kultivierten Landes hin. Der Name wird von einem „Diek” oder „Deich” und einem „Brock” oder „Block”, also von einem tiefer gelegenen Gebiet, abgeleitet.


Osterholz heute: Ein städtischer Charakter

Der heutige städtische Charakter mit den fünf großen Ortsteilen ist durch den intensiven Wohnungsbau entstanden. Diese großflächigen Wohnungsbauprojekte haben die ehemals dörfliche Struktur fast völlig verdrängt.
In den fünfziger Jahren erfolgten Erschließungen und Bebauungen nach dem Leitbild einer aufgelockerten Stadt. In den Jahren 1964 bis 1967 entstand die Wohnbebauung in Blockdiek und Anfang der siebziger Jahre das Demonstrativ-Bauvorhaben in Osterholz-Tenever. Mit Blockdiek hat Osterholz die erste größere verdichtete Wohnbebauung erhalten, die mit dem Modellversuch des Bundes für sehr hohe verdichtete Wohnbebauung in Tenever abgeschlossen worden ist.
Die moderne bauliche Entwicklung begrenzte sich fast ausschließlich auf die FIächen nördlich der Osterholzer Heerstraße. Südlich der Osterholzer Heerstraße sind auch mit den Baugebieten der Focke-Wulf-Siedlung und der Kuhkamp-Siedlung die dörflichen Strukturen erhalten geblieben.
Der Stadtteil Osterholz hat eine FIächenausdehnung von 1.289 ha, 39.964 Einwohner, die in 5.862 Wohngebäuden mit 16.197 Wohnungen leben.

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