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Soziale Stadt WiN LOS

LOS | Lokales Kapital für soziale Zwecke

Was ist Lokales Kapital für soziale Zwecke?

Lokales Kapital für soziale Zwecke steht für ein Modellvorhaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend BMFSFJ und des Europäischen Sozialfonds ESF. In ausgewählten Gebieten können bundesweit (in Bremen z. Zt. Huchting und Neue Vahr) Kleinstvorhaben, so genannte Mikroprojekte, finanziell unterstützt werden. Neben dem Bundesprogramm Lokales Kapital für soziale Zwecke gibt es auf Bremer Ebene ein Landesprogramm ähnlichen Inhalts für die Soziale-Stadt-Gebiete, die nicht in das Bundesprogramm aufgenommen sind.

Es soll die Beschäftigungsfähigkeit von Menschen unterstützt und erhöht werden, die am Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind. Der soziale Zusammenhalt im Gebiet wird gestärkt, verbunden mit der Möglichkeit für Einzelne, Anschluss an den Arbeitsmarkt zu finden. Dadurch kann das Gemeinwesen sein eigenes soziales und wirtschaftliches Potenzial besser ausschöpfen und über den Förderzeitraum hinaus weiter entwickeln

Lokales Kapital für soziale Zwecke richtet sich an die BewohnerInnen und Initiativen der Gebiete, die gemeinsam an der Lösung der sozialen Probleme arbeiten und vor allem die Eigeninitiative der Betroffenen stärken, Viele dieser Initiativen kommen nicht zum Tragen, da ihnen die nötigen finanziellen Mittel, Unterstützung und fachkundige Beratung fehlen. Hier will Lokales Kapital für soziale Zwecke Abhilfe schaffen.


Wer kann ein Mikroprojekt beantragen?

Träger von Mikroprojekten können z. B. Initiativen, Vereine, Genossenschaften, Bildungs- und Maßnahmeträger, Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden, örtliche Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Lehrstellenbündnisse, aber auch Einzelpersonen (z.B. bei Existenzgründungen) sein. Mit dem Programm Lokales Kapital für soziale Zwecke sollen vor allem solche lokalen Akteure als Träger von Mikroprojekten erreicht werden, die im Rahmen der klassischen Programmförderung durch den Europäischen Sozialfonds ESF bisher wenig in Erscheinunggetreten sind.


Welche Mikroprojekte können gefördert werden?

Grundsätzlich können Mikroprojekte gefördert werden, die zur Erhöhung der Beschäftigungschancen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen beitragen, und die mit einer Verbesserung der sozialen und beruflichen Integration der Betroffenen einhergehen. In diesem Zusammenhang werden auch Maßnahmen zur Förderung von Toleranz und Demokratie unterstützt. Konkret können folgende drei Projekttypen gefördert werden:

  1. Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung, darunter z. B.: berufliche Qualifizierung durch Projekte zur lokalen Wohnumfeldverbesserung, für gemeindenahe Dienstleistung, im Bereich lokaler Kultur/Naherholung/Tourismus, zur Sanierung und/oder Pflege der lokalen Umwelt; des Weiteren Integrationsprojekte für besonders benachteiligte Zielgruppen und gezielte Maßnahmen gegen den Schulabbruch benachteiligter Jugendlicher.
  2. Unterstützung von Organisationen und Netzen, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen, darunter z.B.: Unterstützung von Aktivitäten lokaler Vereine, der Gründung bzw. Festigung lokaler Netzwerke, der Professionalisierung von Selbsthilfeorganisationen benachteiligter Menschen. der Förderung des Zusammenschlusses von Langzeitarbeitslosen sowie der betriebswirtschaftlichen Weiterbildung für lokale Kleinstinitiativen.
  3. Unterstützung bei der Existenzgründung und bei der Gründung von sozialen Betrieben, darunter z. B.: Beratung bei der Existenzgründung, Existenzgründungshilfen in geringer Höhe und Starthilfe für soziale Betriebe und Selbsthilfeeinrichtungen.


Was kann gefördert werden?

Förderfähig sind Sach- und Personalkosten. Personalkosten müssen abgrenzbar und projektbezogen sein. Ausrüstungs- bzw. Investitionsgüter können nur bis zu einer Höhe von 410 Euro oder in Höhe der Abschreibung für den Zeitraum des Projektes gefördert werden. Baumaßnahmen sind nicht förderfähig.


Wie hoch ist die Förderung?

Ein Mikroprojekt kann mit einer Summe von bis zu 10.000 Euro gefördert werden. Die Förderung erfolgt zu 100 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Eine Kofinanzierurg ist nicht erforderlich bzw. nicht möglich. Ausgeschlossen sind die Förderung bereits laufender Projekte und die finanzielle Aufstockung größerer Projekte. Die Laufzeit des Projektes ist durch den Förderzeitraum des Programmgebietes begrenzt.


Wo können Sie sich für eine Förderung bewerben?

Mit der Antragsbearbeitung in Bremen ist die Bremer Arbeit GmbH beauftragt. Hier bekommen Sie auch die für einen Antrag erforderlichen Informationsmaterialien und Formulare: www.bremerarbeit.de


Wer entscheidet über die Förderung?

Die Entscheidung über eine Förderung wird durch den Begleitausschuss auf lokaler Ebene gefällt. Dieser Ausschuss besteht aus Vertreter(inne)n der beteiligten Ämter, der lokalen Akteure und Betroffenen. Im Schweizer Viertel (Ellenerbrok Schevemoor)/Hahnenkamp erfüllt das Quartiersform die Aufgaben der Begleitausschusses.

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